{"id":411,"date":"2010-11-14T15:00:08","date_gmt":"2010-11-14T14:00:08","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/?p=411"},"modified":"2018-04-10T20:10:29","modified_gmt":"2018-04-10T18:10:29","slug":"webfontday-2010-wbfntdy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/typografie\/webfontday-2010-wbfntdy\/","title":{"rendered":"Webfontday 2010 #wbfntdy \u2013 Ein Bericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-420\" title=\"webfontday\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-006.jpg\" alt=\"webfontday\" width=\"500\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-006.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-006-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Am gestrigen Samstag fand in M\u00fcnchen der <a href=\"http:\/\/webfontday.com\/\">erste Webfontday<\/a> statt, organisiert, von der <a href=\"http:\/\/www.tgm-online.de\/tgm\/\">Typographischen Gesellschaft M\u00fcnchen<\/a>.<\/p>\n<p>Der ein oder andere wird sich jetzt sicher erstmal fragen, was zur H\u00f6lle denn ein &#8222;Webfontday&#8220; ist? Kurz gesagt es geht darum &#8222;Wie das jetzt mit den Schriften im Web ist&#8220;, was neben dem Einsatz von Systemschriften wie z.B. Arial und Verdana m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Mehr Infos zum Konzept der Veranstaltung auf der <a href=\"http:\/\/webfontday.com\/\">offiziellen Website<\/a>. Im Folgenden will ich versuchen, den Tag aus meiner Sicht zusammenzufassen und einen \u00dcberblick zu geben.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<\/p>\n<h3>#1 \u2013 Fred Smeijers<\/h3>\n<p>Um die 250 Teilnehmer hat sich am Samstagmorgen in M\u00fcnchen eingefunden und lauschten nach der Begr\u00fc\u00dfung durch <a href=\"http:\/\/www.kochan.de\/\">Boris Kochan<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/incfish\">@incfish<\/a>) (bei der vor allem die Kommentare auf der Twitterwall f\u00fcr Schmunzeln sorgten) der Keynote von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fred_Smeijers\">Fred Smeijers<\/a> mit dem Titel &#8222;Webtypografie im Wandel&#8220;.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte uns von den Anf\u00e4ngen der Schrift auf dem Medium Bildschirm (Techniker als Anwender) \u00fcber die Einf\u00fchrung von DTP mit grandiosen Aufl\u00f6sungen von 3px pro mm, zu den Themen Rasterisierung und Hinting (was seiner Meinung nach eine Notl\u00f6sung ist und viel zu viel Zeit verschlingt). Weiter ging es mit der Etablierung von Grauwerten in der Bildschirmdarstellung bis hin zu aktuellen Entwicklungen: Bildschirmgr\u00f6\u00dfen wachsen bzw. schrumpfen (Mobile), Aufl\u00f6sungen steigen, aktuellstes Beispiel das Retina-Display des iPhones mit seinen 326 dpi. Seine These: Der Bildschirm ist mittlerweile fast das gleiche wie Papier \u2013 Welten verschmelzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-429\" title=\"wbfntdy-001\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-0011.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-0011.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-0011-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#2 \u2013 Ralf Herrmann<\/h3>\n<p>Weiter ging es mit <a href=\"http:\/\/www.typografie.info\/typowiki\/index.php?title=Benutzer:Admin\">Ralf Herrmann<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/opentype\">@opentype<\/a>), der den Kampf der Webformate erl\u00e4uterte. Er begann mit den Anf\u00e4ngen des Webs 1990, als Inhalt nur aus strukturiertem Text bestand und man keinen Einfluss auf die Gestaltung hatte. 1996 kam mit CSS die Trennung von Inhalt und Gestaltung und 1998 schlie\u00dflich die erste Einf\u00fchrung der @font-face Regel, welche es erm\u00f6glichte downloadbare Schriften zu verwenden. Das gr\u00f6\u00dfte Problem damals war allerdings noch die Darstellung dieser Schriften, weshalb der Ansatz schnell wieder verschwand.<\/p>\n<p>2008 feierte schlie\u00dflich @font-face mit der Ver\u00f6ffentlichung von Safari 3.1 sein Comeback. Mit der Neuerung, dass auch so genannten RAW-Fonts (also True-Type oder Open-Type Schriften) direkt unterst\u00fctzt werden. In den 10 Jahren die seit dem ersten Versuch vergangen sind hat sich die Schriftdarstellung am Bildschirm stark verbessert. Das gibt uns viele neue M\u00f6glichkeiten: stilistische Freiheiten, Corporate Design im Web einsetzbar, Sprachunterst\u00fctzung, markierbaren Text, das problemlose Verkleinern und Vergr\u00f6\u00dfern von Websites.<\/p>\n<p>Im Folgenden ging er auf die Lagerbildung zwischen den Browser- bzw. Schriftherstellern ein. Microsoft mit dem Internet Explorer und ihrem EOT-Format, Mozilla und Safari mit Raw-Fonts und die Schriftenhersteller die alles wollen \u2013 blo\u00df keine Raw-Fonts. Schlie\u00dflich noch das gr\u00f6\u00dfte &#8222;Lager&#8220;: die Benutzer, die daran wenig Spa\u00df haben, was er an dem Beispiel <a href=\"http:\/\/diveintomark.org\/archives\/2009\/04\/21\/fuck-the-foundries\">&#8222;Fuck the Foundries&#8220;<\/a> beispielhafte darstellte.<\/p>\n<p>2009 kam schlie\u00dflich die L\u00f6sung mit der vorerst alle Beteiligten mehr oder weniger gl\u00fccklich sind: das WOFF-Format.<\/p>\n<p>Im Weiteren erl\u00e4uterte Ralf die Unterschiede zwischen Webfontdiensten und dem eigenen Hosten von Fonts, und ging auf die unterschiedlichen Lizenzmodelle ein. Seiner Meinung nach sind Webfonts in der Realit\u00e4t angekommen. Das gro\u00dfe Problem sei aber aktuell noch das Rendering unter Windows, letztendlich sei aber auch das nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p><br\/\n\n\n\n<h3>#3 Gerrit van Aaken<\/h3>\n<p>Als n\u00e4chster war <a href=\"http:\/\/praegnanz.de\">Gerrit van Aaken<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/gerritvanaaken\">@gerritvanaaken<\/a>) von praegnanz.de (Mit &#8222;Flash ist die Atomkraft der Videotechnologien im Web&#8220; T-Shirt) dran. In einem recht kurzweiligen Vortrag zeigte er Anwendungsbeispiele von Webfonts, bzw. eher Demos, da Gerrit richtig feststellte, dass es sich dabei haupts\u00e4chlich um Selbstreferentialit\u00e4t von Designern handelte. Sein Zwischenfazit: Echte Websites gehen anders!<\/p>\n<p>Als Entwicklungen im Webdesign im Zusammenhang mit Webfonts stellte er folgendes fest:<\/p>\n<ul>\n<li> Layout entweder zupackend oder minimalistisch<br \/>\n-&gt; moderne Art Websites zu gestalten<\/li>\n<li>Schriftgrade sehr gro\u00df (mit der Feststellung, dass die Systemschriften wie Arial in gro\u00dfen Schriftgrad recht bescheiden aussehen)<\/li>\n<li>sehr fette und sehr magere Schriften im Einsatz<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anschlie\u00dfend zeigte er uns noch einige &#8222;echte&#8220; Beispiele, wie <a href=\"http:\/\/media.twitter.com\/\">twittermedia<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.fortherecord.simonfosterdesign.com\/\">For the Record<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.idahodigitallearning.org\/\">Idaho Digital Learning<\/a> und das <a href=\"http:\/\/www.arrowsandicons.com\/\">Arrows and Icons Magazine<\/a>. Wobei auch hier festzustellen war, dass diese Seiten inhaltlich auch auf eine &#8222;designaffine Avant-Garde&#8220; beschr\u00e4nkt sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-003.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-003\" width=\"500\" height=\"298\" class=\"alignleft size-full wp-image-417\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-003.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-003-300x178.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Gerrit stellte die Frage woran dass den liegen mag:<\/p>\n<ul>\n<li>traditionelles Webdesign arbeitet einfach anders (z.B. <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\">facebook<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.cronjob.de\">cronjob.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/last.fm\">last.fm<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.mainpost.de\">mainpost<\/a>)<\/li>\n<li>Budgetfrage<\/li>\n<li>Angst vor den Windows-Usern ohne Clear-Type<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gegenbeispiele:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/\">NY-Times<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.steinway.com\/\">Steinway<\/a>, <a href=\"http:\/\/iconproducts.com\/v2\/\">Icon Products<\/a><\/p>\n<p>Zum Abschluss stellte er noch drei Thesen auf:<\/p>\n<ul>\n<li>Webfonts lohnen sich vor allem in gro\u00dfen Schriftgraden<\/li>\n<li>Das Aufr\u00fcsten von traditionellen Websites mit Webfonts ist unbefriedigend<\/li>\n<li>Webfonts erfordern ein neues Webdesign-Paradigma bzw. das modernes-Webdesign-Paradigma erfordert Webfonts<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenig Sinn machen aus seiner Sicht Experimente wie z.B. die <a href=\"http:\/\/lostworldsfairs.com\/\">Lost World Fairs<\/a>.<\/p>\n<p>Ansonsten gab er noch einige Anwendungs-Tipps aus seiner Erfahrung: keine Webfonts unter 14 px, lieber selbst testen als sich auf die Typekit-Vorschau verlassen und das Ausschlie\u00dfen von XP-Nutzern denn &#8222;die wollen es auch nicht anders&#8220;. Sch\u00f6nes Schlusswort.<\/p>\n<p>Er selbst hat seinen Erfahrungen vom gestrigen Tag auch selbst in seinem <a href=\"http:\/\/praegnanz.de\/weblog\/dieser-webfontday-in-muenchen\">Blog zusammengefasst<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-004.jpg\" alt=\"\" title=\"Gerriv van Aaken Webfontday\" width=\"500\" height=\"289\" class=\"alignleft size-full wp-image-418\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-004.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-004-300x173.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#4 \u2013 Erik van Blokland<\/h3>\n<p>Anschlie\u00dfend war <a href=\"http:\/\/www.letterror.com\/\">Erik van Blokland<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/letterror\">@letterror<\/a>) an der Reihe. Unter dem Titel &#8222;Action type!&#8220; erz\u00e4hlte er von seinen ersten Versuchen mit Webfonts im Jahre 1996. Im weiteren Verlauf erl\u00e4uterte er Details des WOFF-Formats, und das Zusammenspiel mit CSS und Javascript. Er merkte an, dass der IE9 auch WOFF unterst\u00fctzten wird, und hofft dass auch Safari nachzieht. Apple hat sich seinen Informationen nach jedenfalls noch nicht gegenteilig ge\u00e4u\u00dfert. Am\u00fcsant dabei seine Bemerkung zu der W3C-Working-Group, in der unter anderem auch Apple beteiligt ist: &#8222;working with Apple in a W3C working group is like working with the Gremlin (they sit and listen but say nothing)&#8220;.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#5 \u2013 Olaf Nies<\/h3>\n<p>Im n\u00e4chsten Beitrag wurde es etwas praktischer und auch kritischer. <a href=\"http:\/\/www.peppermind.de\">Olaf Nies<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/pepperminded\">@pepperminded<\/a>) berichtete in seinem Beitrag &#8222;Sch\u00f6ne, neue Welt? \u2013 Webfonts in der Praxis&#8220; von seinem Versuch das Corporate Design eines Kunden auch auf die Website zu \u00fcbertragen. Konkret ging es dabei um die Schrift FF Dax und deren Condensed-Variante. <\/p>\n<p>Olaf zeigte uns die Herangehensweise an das Thema und schlie\u00dflich den Praxistest: Wie sieht die Dax auf den unterschiedlichen Systemen aus? W\u00e4hrend alle bisherigen Beispiele auf Mac OS X beschr\u00e4nkt waren, kam hier auch die bittere Windows-Realit\u00e4t zum Vorschein. Letztendlich entschied er sich in diesem Fall auf Grund der schlechten Darstellung gegen den Einsatz von Webfonts. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich schnell eine sehr rege und interessante Diskussion. Ein Punkt dabei war, dass sich eben nicht jede Schrift f\u00fcr die Bildschirmdarstellung eignet, was auch Ivo Gabrowitsch von Font Shop International als Vertreiber der Dax anmerkte. Im besonderen gilt das f\u00fcr Condensed Varianten. <\/p>\n<p>Das Fazit des Vortragenden und des Publikums: Bei der Entwicklung eines Corporate Designs und der Auswahl einer Schrift muss der Einsatz auf Bildschirmen ein Punkt sein der auf jeden Fall ber\u00fccksichtigt wird. Eine neue Aufgabenstellung f\u00fcr Designer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-009.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-009\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"alignleft size-full wp-image-444\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-009.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-009-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#6 \u2013 Marc Tobias Kunisch \/ Google<\/h3>\n<p>Als n\u00e4chstes war <a href=\"http:\/\/www.marctobiaskunisch.com\/\">Marc Tobias Kunisch<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.twitter.com\/tobestobs\">@tobestobs<\/a>) von Google dran, der dem Publikum das kostenlose <a href=\"http:\/\/code.google.com\/webfonts\">Google Font Directory<\/a> vorstellte. Eigentlich ein interessantes Thema aber f\u00fcr den Gro\u00dfteil des Publikums brachte dieser Vortrag leider keine neuen Erkenntnisse. Einzig zwei Punkte sorgten im Nachhinein noch f\u00fcr Diskussionen: Ist es ok, dass Google Schriften umsonst anbietet? Hierzu gab es verschiedene Meinungen. Angemerkt wurde auch, dass Google keine Konkurrenz zu den Profis wie typekit oder Fontshop sein will, sondern eher eine Einstiegsm\u00f6glichkeit f\u00fcr junge Typedesigner, die auch finanziell unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Auf Kritik stie\u00df auch, dass einige Schriften im Google Font Directory &#8222;Halb-Nachahmungen&#8220; von schon existierenden Schriften seien.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#7 \u2013 Ivo Grabowitsch \/ Font Shop International<\/h3>\n<p>F\u00fcr reichlich Unterhaltung sorgte dann der schon angesprochene <a href=\"http:\/\/www.fontwerk.com\/\">Ivo Grabowitsch<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/gabrowitsch\">@gabrowitsch<\/a>) von <a href=\"http:\/\/www.fontfont.com\/\">FSI<\/a> mit diversen Beamerproblemen, die er in seiner sehr sympathischen Art und Weise (und mit Hilfe von Gerrit) aber sicher meistern konnte. Ivo hatte die etwas undankbare Aufgabe die Lizenzierungsmodelle f\u00fcr Webfonts darzulegen. Ein recht trockenes Thema, das er aber trotzdem recht unterhaltsam darlegte (Zum Beispiel den m\u00f6glichen Zusammenhang zwischen Webfonts und der Tabellenf\u00fchrung von Borussia Dortmund). <\/p>\n<p>Auf die konkreten Modelle will ich auch nicht weiter eingehen, die Informationen gibt es auf den Seiten der jeweiligen Anbieter. Sein Fazit: Das WOFF-Format und das Abrechnungsmodell auf Grundlage von Pageviews\/Monat werden sich durchsetzen. Seine These: In 10 Jahren wird es keine Web- oder Desktopfonts geben, sondern einen einheitlichen Font f\u00fcr alle Medien. Ich pers\u00f6nlich hoffe, dass das nicht ganz so lange dauern wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-005.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-005\" width=\"500\" height=\"254\" class=\"alignleft size-full wp-image-419\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-005.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-005-300x152.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#8 \u2013 Tim Brown \/ Typekit<\/h3>\n<p>Der nun folgende <a href=\"http:\/\/typekit.com\">Typekit<\/a>-Vortrag von <a href=\"http:\/\/nicewebtype.com\">Tim Brown<\/a> <a href=\"http:\/\/twitter.com\/tbrown\">(@tbrown)<\/a> setzte leider nahtlos am Google-Vortrag an &#8230; auch hier wenig Neues f\u00fcr das Publikum.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#9 \u2013 Tim Ahrens<\/h3>\n<p>Ganz anders sah das aus mit <a href=\"http:\/\/www.justanotherfoundry.com\/\">Tim Ahrens<\/a> (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/TimAhrens\">@TimAhrens<\/a>), der den wohl kompetentesten und detailreichsten Vortrag des Tages hielt. Er ging auf die Details der Verpackung von Webfonts ein und erz\u00e4hlte viel \u00fcber Rendering und Hinting. Anhand von Beispielen zeigte er den Unterschied zwischen Graustufen-Rendering und Subpixel-Rendering und erl\u00e4uterte den jeweiligen Einsatz. Interessant dabei, dass das Graustufen-Rendering unter Windows XP mit unter zu besseren Ergebnissen f\u00fchrt als das Subpixel-System Clear-Type. M\u00f6glich wird das, in dem man Postscript-Versionen der Schriften verwendet. Auch beim Hinting wurde es sehr detailreich was in der Diskussion schlie\u00dflich zu seiner Feststellung f\u00fchrte, dass ihm Hinting &#8222;fast Spa\u00df mache&#8220;.<\/p>\n<p>Sein Fazit: Sp\u00e4testens beim wbfntdy3 k\u00f6nnen wir hoffentlich endlich \u00fcber andere Dinge als Clear-Type und Windows reden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-007.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-007\" width=\"500\" height=\"283\" class=\"alignleft size-full wp-image-421\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-007.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-007-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>#10 \u2013 Gerard Unger<\/h3>\n<p>Den vorl\u00e4ufigen Abschluss des Abends gestaltete <a href=\"http:\/\/www.gerardunger.com\/\">Gerard Unger<\/a> mit seiner sehr weisen Sicht auf das Thema. Er zeigte auf, dass sich in unserem Beruf alles st\u00e4ndig \u00e4ndert \u2013 das sei die Praxis des Gestalters. Er erz\u00e4hlte au\u00dferdem, dass 2010 erstmals mehr auf dem Bildschirm als auf dem Papier gelesen wurde, was nat\u00fcrlich f\u00fcr Designer ein sehr wichtiger Fakt ist. Papier wird seiner Meinung langsam an die zweite Stelle r\u00fccken und die Benutzer werden sich schnell an neue Medien gew\u00f6hnen. F\u00fcr sich wei\u00df Gerard Unger jedenfalls, dass er in seinem Leben &#8222;schon genug gepixelt hat&#8220;, und das auch schon auf Papier tat. <\/p>\n<p>Einen Appell richtete er zum Abschluss noch an alle Schriftgestalter: Wir brauchen neue Richtungen in der allgemeinen Schriftentwicklung. Seiner Meinung werden Schriften immer \u00e4hnlicher \u2013 zu \u00e4hnlich. Auch wenn der ein oder andere hier vielleicht den konkreten Webfont-Bezug etwas vermisste, bin ich Gerard Unger doch sehr dankbar f\u00fcr seine Einsichten die er uns gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p><\/p>\n<h3>Diskussion<\/h3>\n<p>Das waren die Vortr\u00e4ge des Webfontdays. Im Anschluss gab es noch eine von <a href=\"http:\/\/www.twardoch.com\/\">Adam Twardoch<\/a> geleitete Podiumsdiskussion, in der noch mal allgemein \u00fcber das Thema diskutiert wurde. Zum Beispiel ging es um die Frage ob es Schriften speziell f\u00fcr den Bildschirm geben wird bzw. geben muss, oder wie denn \u00fcberhaupt die Kriterien f\u00fcr so eine Schrift aussehen w\u00fcrden. Einig waren sich alle, dass die oben schon erw\u00e4hnte These von Ivo hoffentlich Realit\u00e4t wird und es irgendwann nur noch eine Art von Fonts geben wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-008.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-008\" width=\"500\" height=\"259\" class=\"alignleft size-full wp-image-422\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-008.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-008-300x155.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Das war jetzt relativ viel Text, aber bei weitem nicht alles was man gestern erfahren konnte. Insgesamt ein lohnenswerter Tag in M\u00fcnchen, der f\u00fcr mich zwar nicht all zu viele wirklich neue Erkenntnisse brachte, aber trotzdem das Bewusstsein f\u00fcr dieses Thema weiter gest\u00e4rkt hat.<\/p>\n<p>Danke an die Organisatoren und Vortragenden \u2013 ich bin gespannt auf einen zweiten Webfontday und die bis dahin hoffentlich spannende Entwicklung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-002.jpg\" alt=\"\" title=\"wbfntdy-002\" width=\"500\" height=\"358\" class=\"alignleft size-full wp-image-416\" srcset=\"https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-002.jpg 500w, https:\/\/johannes-heuckeroth.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wbfntdy-002-300x214.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Mehr Meinungen gibt es in <a href=\"http:\/\/praegnanz.de\/weblog\/dieser-webfontday-in-muenchen\">einem Beitrag bei praegnanz.de<\/a> oder auf <a href=\"http:\/\/twitter.com\/search?q=%23wbfntdy\">Twitter<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am gestrigen Samstag fand in M\u00fcnchen der erste Webfontday statt, organisiert, von der Typographischen Gesellschaft M\u00fcnchen. 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